Huli Huli

Zum Geburtstag bekam ich ein supi Kochbuch geschenkt.Normalerweise steh ich ja gar nicht auf Kochbücher, die fristen bei mir ein trauriges Dasein im Regal. Wenn ich etwas wissen will gehe ich ins Netz - wie wohl die meisten -  nur ist das mit meinen Auswahlkriterien gar nicht so einfach.

Fleisch und Fisch sind schon mal raus, Milchprodukte wegen Laktoseintoleranz großteils auch, und Eier kaufe ich ab (Demeter-)Hof in der Zahl die ich brauche, wenn ich mal vorbeikomme, habe also praktisch nie Eier "rumliegen".
Unterwegs essen wir Bento, das oft zum Teil aus dem Abendessen des Vortags besteht (= weniger kochen). Warum Bento so genial ist, erzähle ich euch gern ein andermal ;-)
Oh, und da ich die meisten Klassiker aus dem Handgelenk schüttele sollte es auch nicht zu generisch sein.

Kurz gesagt: dieses Buch hat das alles!
Einfache, abwechslungsreiche, vegane Rezepte, die auch kalt gut schmecken. (Auch Kindern)
Ich habe mich noch nicht durchgekocht, aber was ich bisher probiert habe war köstlich. Nur ein bisschen englisch sollte man können, und die Maßangaben sind leider amerikanisch. Ein paar Produkte wie Tofu-Truthahn kriegt man hierzulande wohl auch nicht her, aber das sind wirklich Ausnahmen.



In obigem Buch fand sich ein Rezept für Huli Huli Tofu, Hawaiianisches Grilltofu praktisch, samt Beilagen, das mich schon länger angelacht hat.

Die Basis macht eine Marinade aus Senf, Ketchup, Sojasauce, Ananassaft, Zwiebel-, Knoblauch- und Ingwerpulver, in der man das gewürfelte Räuchertofu einlegt und anschließend grillt oder in der Pfanne brät. Dazu gibt es Süßkartoffeln und Zwiebeldip.

Heute gibt es eine Abwandlung in Form meiner geliebten


Gemüsespieße aus dem Ofen (Huli Huli Style)

Für die Marinade mixe ich Senf, Ketchup, Sojasauce und Konservenpfirsich-Saft. Eine unerwartet würzige Geschmacksexplosion in orange ;-)
Darin lege ich "spießgerecht" geschnittene Aubergine und Räuchertofu ein, die im Kühlschrank in Ruhe ziehen dürfen.
Nach ein paar Stunden Zwiebeln, rote Paprika und die Konservenpfirsiche ebenfalls zurecht schneiden und gemeinsam mit grünen Oliven und Mini-Maiskölbchen (wenn man mag) unter die Marinade mischen.
Abwechselnd auf Schaschlikspieße auffädeln und für etwa eine Viertelstunde bei ~170°C im Ofen grillen. Dazu gibt es auch hier Kartoffeln.

8 Kommentare:

  1. Huli Huli klingt genial ^^

    wofür brauchst du denn noch eier? ich wüsste gar nicht was ich damit machen sollte. backen geht super ohne, frühstückseier fand ich immer schon fad und für die pfanne gibt es rührtofu :-)

    AntwortenLöschen
  2. *seufz* .. darf ich zum Essen kommen? ;-)

    AntwortenLöschen
  3. Auf Kochbücher stehe ich auch nicht so, aber dieses hört sich wirklich interessant an.

    AntwortenLöschen
  4. Na in punkto Kochbuch für gehobenen Anspruch klingt das ja mal nach einer eierlegenden Wollmilchsau (ich hoffe Du kennst den Begriff, er steht für etwas was alles kann was eigentlich gar nicht miteinander möglich ist)

    Und Deine Spieße klingen supersimple und absolut lecker. Das werde ich gerne mal probieren!

    Die Zucht finde ich spannend.Weiterhin gespannt "was draus wird" :-)

    Liebe Grüße,
    Beltane

    AntwortenLöschen
  5. @ Mausflaus:

    Ich hoffe das wird kein Bekehrungsversuch?

    Eier "brauche" ich wie gesagt ganz selten, aber Pfannkuchen schmecken mir besser mit, gelegentlich liebe ich ein hartgekochtes Ei zu Salat, und für Grießnockerl und Baiser habe ich noch keinen viablen Ersatz gefunden. Hast du da nen Tip?
    Rührtofu mag ich aber auch lieber als Rührei/Omelette.

    @ Dryade:

    Ich würde dich gern einladen. Soll ich ein Carepaket schnüren? ;-)

    @ Diana:

    Ich konnte zumindest noch etwas lernen, und das Gefühl habe ich bei Kochbüchern sonst nie. Allerdings werde ich im Laufe der Zeit meine Variationen daraus sicher hier teilen. Die kommen dann mit auf die Übersichtsseite, die ich noch machen muss *schäm*

    @ Beltane:

    Ja, der gehobene Anspruch *kicher* daran scheitern so einige Restaurants inzwischen. Und das Gefühl zu verzichten mag ich dabei so gar nicht.
    Wenn also schon Kochbuch, dann gefälligst eines, wo ich alles daraus kochen kann/mag. Es ist halt echt wie für mich geschrieben, fehlt nur noch saisonale Küche ;-)

    Die Spieße kann ich echt empfehlen. Ich mache die immer mit Schneidbrett, Messer, Schüssel und Ofenblech bewaffnet vor dem Fernseher. Da kann ich gemütlich meine Serie gucken und verbringe praktisch keine Zeit in der Küche. Auch mal schön.

    AntwortenLöschen
  6. ich find nicht, dass es "bekehren" ist, wenn man versucht, ne bessere alternative zu finden... bei baisers fällt mir allerdings wirklich nix ein; nockerl könnte ich mir noch vorstellen, dass das mit eiersatz irgendwie klappt.

    AntwortenLöschen
  7. Finde ich auch nicht. Bekehren ist, wenn man sich anmasst diese Entscheidung für andere zu treffen.
    Ich habe mich in über vierzehn Jahren nicht überreden lassen, wieder Fleisch zu essen, und ich lasse mich auch nicht zum Veganer machen.

    Du findest Honig ok, andere achten nicht auf E-Nummern (die oft auch tierische Bestandteile haben), ich finde eben Eier aus liebevoller Haltung ok.

    Frieden?

    AntwortenLöschen
  8. frieden? es war nie krieg ;-) irgendwie werd ich das gefühl nicht los, dass du das irgendwie als angriff/kritik empfindest, dabei ist es wirklich nur ein vorschlag.

    eier aus "liebevoller haltung" fände ich auch ok, aber das sind 99,99% aller eier nunmal nicht, es sei denn man wohnt aufm dorf und der nachbarn hat n riesiges grundstück wo die hühner rumtollen können.

    AntwortenLöschen