29 März, 2015

Wild Food, Rezension

Das Buch Wild Food befasst sich mit dem Sammeln, Pflanzen und Zubereiten regionaler Köstlichkeiten und bietet einen gelungenen Einstieg in die saisonale Küche.
In vier Kategorien werden bekannte und eher unbekannte Früchte, Kräuter und Gemüse vorgestellt, die entweder im eigenen Garten oder wild wachsen. Zu jeder vorgestellten Pflanze gibt es ein Foto, einen schön geschriebenen Einleitungstext, der ausführlich über Erntezeit, Verwendungsmöglichkeiten und Aufbewahrung informiert, sowie zwei bis drei Rezepte.

Wild Food
Carolyn und Chris Caldicott

128 Seiten
Gebunden, durchgehend farbig
Verlag Freies Geistesleben

ISBN-13: 978-3-7725-2655-8
Preis: 19,90 €



Die Rezepte sind überwiegend vegetarisch, selten auch vegan, und bestechen durch Einfachheit und leicht erhältliche Zutaten, die in keiner Küche fehlen sollten. Zu einigen Rezepten werden auch Varianten vorgeschlagen, wie etwa das Ersetzen von Brennesseln durch Bärlauch.

Sinnvolle Tipps zum Sammeln von leckeren Wildpflanzen finden sich gleich im ersten Teil. Hier stört mich lediglich, dass es keine schematische Darstellung der Pflanzen gibt, um absolute Laien vor eventuellen Verwechslungen zu bewahren. Beschreibung und Rezepte machen jedoch Lust, sofort mit einem Körbchen über dem Arm loszuziehen.
In der Kategorie Bauen sie doch mal selbst an finden sich Tipps zu Standort, Pflege und Sorten der vorgestellten Pflanzen, natürlich ebenfalls mit leckeren Rezepten. Besonders für Garten-Neulinge sollte dieser Teil interessant sein.
Was man am Besten mit der Ernteschwemme im Hoch- bis Spätsommer anfängt, wird im dritten Teil mit dem Titel Reiche Ernte erläutert. Hier findet man jede Menge Anregungen für Tomaten, Zucchini und Co., die absolut appetitlich aussehen. Besonders interessant finde ich hier ein Rezept für Zucchini-Bananen-Kuchen mit Kokosflocken und Rosinen.
Zuguterletzt werden noch sechs Pflanzen vorgestellt, die aufgrund ihres niedrigen Bekanntheitsgrades selten gekauft und zubereitet werden. Was um Himmels willen mache ich nur damit? heißt dieser amüsante Abschnitt, in dem man sogar ein Rezept für Rote-Beete-Blätter erhält.


Ich finde das Buch rundherum gelungen, und würde es besonders Einsteigern in die regionale, saisonale Gemüseküche ans Herz legen.


Aufmachung


Das stabile, quadratische Hardcover liegt gut in der Hand und ist nicht zu dünn. Ein besonderer Hingucker ist das leuchtend pinke Vorsatzpapier, das man auch auf den Fotos sieht. Der Inhalt ist durchgehend farbig gestaltet, mit vielen ansprechenden Fotos und gut strukturierten Rezepten, die auf stabilem Papier gedruckt sind. Für zusätzliche Haltbarkeit bei regelmäßiger Nutzung sorgt die schöne Fadenbindung.
Eine alphabetisch geordnete Übersicht über alle enthaltenen Rezepte befindet sich auf der letzten Seite.
Alles in allem sehr schick.

Über das Buch

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute wächst so nah? – Carolyn Caldicott hat die leichte Abwandlung dieser Redensart in ebenso unkomplizierte wie köstliche Rezepte umgesetzt: Man muss kein großer Koch, meisterlicher Gärtner oder geschulter Sammler sein, um dieses Buch benutzen zu können. Alles, was man braucht, ist die Liebe zu den kulinarischen Schätzen der Saison.


Inhaltsverzeichnis

Kostenlose Köstlichkeiten
Nützliche Dinge, die Sie wissen sollten

Das Sammeln
Bärlauch | Brennnesseln | Holunderblüten- und -beeren | Brombeeren | Hagebutten | Schlehen

Bauen Sie doch mal selbst an
Rhabarber | Sauerampfer | Rucola | Chilis | Topinambur | Mangold

Reiche Ernte
Dicke Bohnen | Tomaten | Erdbeeren | Stangenbohnen | Zucchini | Wurzelgemüse

Was um Himmels willen mache ich nur damit?
Knollensellerie | Stachelbeeren | Rote Bete | Quitten | Rosenkohl | Grünkohl



Das Rezensionsexemplar wurde mir freundlich zur Verfügung gestellt vom Verlag Freies Geistesleben.

Kommentare:

  1. Zwar ist mir nichts unbekannt was in diesem Buch behandelt wird (sofern das alles vollständig ist bei dem inhalt, also quasi alles '"verraten" ist), aber das Buch reizt mich dann schon sehr!
    Ja ich gestehe, mehr als "Hexenliteratur" reizen mich Bücher über Kräuter und Pflanzen sowie Kochbücher. Aber dies scheint ein Mittel aus Beidem zu sein. Danke für Deine Meinung :-)

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    1. Hallo Beltane!
      Ja, das Inhaltsverzeichnis verrät alle vorgestellten Pflanzen. Bis auf Tomatensoße und Bärlauchpesto fand ich die Rezepte jedoch nicht allzu gewöhnlich, sodass du durchaus noch Anregungen und neue Rezepte dort entdecken können wirst. ;-)

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Danke für deinen Kommentar :-)